25 Jahre Pyramidenlauf : Veranstaltung der DEO lockte Rekordzahl an Teilnehmern

von Bettina Knauth

Am 21. Februar 2003 war es wieder einmal so weit: Wie jedes Jahr Ende Februar veranstaltete die Deutsche Evangelische Oberschule (DEO) ihren traditionellen Pyramidenlauf, seit nunmehr 25 Jahren. Fast 1000 Teilnehmer bedeuteten neuen Rekord, genauso wie die 25. Teilnahme eines Ehemaligen der DEO, der keinen der Pyramidenläufe in 25 Jahren verpasst hat.

Nicht nur Scharen von Touristen und Einheimischen, sondern auch sportlich gekleidete Menschen zog es trotz kühlen, windigen Wetters an diesem Freitagmorgen zum Pyramidenplateau von Gizeh. Ganze Familien waren früh aufgebrochen, einige hatten gar ihre Babys (im sandgängigen Sportbuggy) oder ihren Hund mitgenommen. Die meisten TeilnehmerInnen dieses Volkslaufes hielten es mit dem olympischen Motto: Dabei gewesen sein ist alles! Nicht wenige TeilnehmerInnen laufen nur dieses eine Mal im Jahr eine längere Strecke - und dann galt es gleich acht Kilometer zu bewältigen. Für manche wurde es dann auch eher ein Spaziergang als ein Lauf - egal, denn Bewegung und Freude an ihr hatten die Läufer und Läuferinnen allemal, ob sie nun 4 oder 75 Jahre alt, untrainiert oder sportlich-aktiv waren.

Als Start und Ziel diente der Parkplatz vor der Mykerinos-Pyramide. Um 9 Uhr fiel der Startschuss, wegen des großen Gedrängels bei der Aufstellung wurde die Startlinie kurzerhand nach vorne verlegt. Nachzügler nahmen das Rennen erst auf, als die ersten Urkunden bereits ausgestellt waren. Vier Kilometer ging es bergauf, zunächst auf der Straße, den letzten Kilometer bis zum Wendepunkt durch Wüstensand. Die Versorgungsstationen mit Wasser am Straßenrand wurden in diesem Jahr weniger frequentiert als in anderen Jahren: Es blieb kühl und die Sonne wollte sich auch nicht zeigen.

Nach rund einer Viertelstunde Laufzeit galt es für die Mehrzahl der Läufer und Läuferinnen, die sich noch auf dem Hinweg befanden, auf die rechte Seite der Straße auszuweichen, denn nun kamen ihnen bereits die schnellsten Läufer und Läuferinnen entgegen. 24 Minuten brauchte der Schnellste für die acht Kilometer; die letzten "LäuferInnen" kamen erst ins Ziel, als die Zeitnahme nach rund zwei Stunden bereits beendet war. Schade nur, dass manche TeilnehmerInnen sich zwischendurch im Auto befördern ließen: Sie beschummelten auch sich selbst, denn jeder, der die Strecke aus eigener Kraft geschafft hatte, konnte stolz auf die eigene Leistung sein.

Besonders stolz waren die SiegerInnen, hier stellvertretend die Namen der Ersten der verschiedenen Kategorien: Ahmed Abdel Mayud (Männer), Amany Helmy Khalil (Frauen), Maged Mahrous (Ehemalige), Uwe Wöller (Lehrer), Anke Nolte (Lehrerinnen), Mohamed Madhat Moussa (Jungen bis 18), Khushbu Patel (Mädchen bis 18), Omar Altmann (Jungen, Kl. 9 - 12), Leila Zaki (Mädchen, Kl. 9 - 12), Simeon Derksen (Jungen, Kl. 5 - 8), Caro Stoeckermann (Mädchen Kl. 5 - 8), Christof Aviles (Jungen Grundschule) und Shahira El Mogy (Mädchen Grundschule).

Hochachtung vor allen, die die Strecke bewältigt haben, egal in welcher Zeit. Auch Schulleiter Wolfgang Selbert, mit Frau Renate als Zaungast zum ersten Mal dabei (s.o.), war begeistert von der Atmosphäre des Pyramidenlaufs. Obwohl er sonst einer sportlichen Betätigung eher skeptisch gegenüber steht, könnte er sich nach eigener Aussage vorstellen, im nächsten Jahr mitzulaufen.

Der Pyramidenlauf der DEO - seit 25 Jahren ein Erlebnis. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

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